Begabtenförderung im Rheinland

Hörsaal G

Förderung hochbegabter SchülerInnen, Schwerpunkt Oberstufe

Christian Brand | Geschäftsführer der Hochbegabtenstiftung der Kreissparkasse Köln

Die Förderung von hochbegabten Schülerinnen und Schülern aus Grundschule und Oberstufe hat sich die Hochbegabtenstiftung der Kreissparkasse Köln zur Aufgabe gemacht. Seit 1999 bietet die Stiftung alljährlich 5 - 10-tägige Akademien an, in denen Kinder und Jugendliche ihre Neugier und ihr Wissen in einer Arbeitsgemeinschaft eigener Wahl intensiv vertiefen können. Der Beitrag stellt die Arbeit der Stiftung sowie die Akademien vor.

12:00 - 12:50 Uhr

 

Musikalische Hochbegabtenförderung für Kinder und Jugendliche an der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Prof. Ute Hasenauer-Ramirez | Leiterin Pre-College Cologne - Hochschule für Musik und Tanz Köln

Vorgestellt werden historische Entwicklungen zur frühen musikalischen Spitzenförderung und die aktuellen Ausbildungsmöglichkeiten im Rheinland mit Schwerpunkt auf das Pre-College Cologne - Ausbildungszentrum für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche an der Hochschule für Musik und Tanz Köln - sowie bundesweite Tendenzen und Perspektiven.

13:00 - 13:25 Uhr

 

Die Begabten- und Hochbegabtenförderung an der CJD Christophorusschule in Königswinter

StD. i.E. Claudia Sarver, OStR. i. E. Dagmar Trachternach |

An der CJD Christophorusschule in Königswinter werden seit etwa 20 Jahren begabte und hochbegabte Schülerinnen und Schüler gefördert. Zur Zeit durchlaufen ca. 200 sehr Leistungsmotivierte und auch Hochbegabte unser spezielles Programm, das 2010 mit einem zweiten Platz beim 1. Schulpreis des Landes NRW für Begabtenförderung ausgezeichnet wurde.
In dem Beitrag werden sowohl Konzept der Sek. I, beispielsweise mit den speziell entwickelten Fächern Forschen und Projekt, dargestellt als auch das der Sek. II, das sich u.a. durch so genannte Exzellenzkurse und die Vertiefungsphase auszeichnet.

Die Konzepte basieren auf dem Einrichten von Spezialklassen. Darin werden gleichermaßen besonders begabte als auch hochbegabte Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Zusätzlich bekommt der Zuhörer einen kurzen Streifzug durch die außerunterrichtlichen und außerschulischen Besonderheiten der Konzepte geboten.

Die CJD Christophorusschule Königswinter setzt nicht auf das Prinzip der Akzeleration in Form des Überspringens einzelner Klassen, sondern bietet durch sein umfangreiches Programm ausreichende Fördermöglichkeiten.

13:30 - 13:55 Uhr

 

DGhK Eltern-Kind-Gruppe, mit wenig Aufwand viel erreichen

Dipl.-Ing. Peter Ladwig | Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind

Die Eltern-Kind-Gruppe der DGhk Köln besteht in der jetzigen Form seit fast 10 Jahren, bisher haben 98 Treffen stattgefunden. Der Vortrag thematisiert die Organisation, die Erfahrungen und die wichtigsten Fragestellungen der Treffen. Dies soll auch als Anregung dienen, ein wirkungsvolles niederschwelliges Angebot mit geringen Anforderungen an die Organisation zu realisieren.

14:00 - 14:50 Uhr

 

(Hoch-)Begabungen erkennen und entfalten

Dr. Michael Wolf | Dipl.-Psych., Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland

Talente und Begabungen gilt es frühzeitig zu entdecken und optimal zu fördern. Das sieht auch das Schulgesetz in NRW vor, dass das Recht auf individuelle Förderung festschreibt.

Aber wie lässt sich eine besondere Begabung frühzeitig erkennen? Welche Möglichkeiten gibt es, (hoch-)begabte Kinder und Jugendliche inner- und außerschulisch adäquat zu fördern?

Der Vortrag soll Antworten auf diese Fragen geben und anhand der Vorstellung einiger Projekte des Hoch-Begabten-Zentrums Rheinland die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Förderperspektive verdeutlichen.

15:00 - 15:50 Uhr

 

Einblicke in Schulwelten intelligenter Grenzgänger – Fallstudien über hochbegabte Underachiever

Dr. (des.) Silvia Greiten | Universität Siegen

Die als Promotionsprojekt angelegten Fallstudien stellen die Entwicklung eines Kindes und eines Jugendlichen über zwei Jahre in den Mittelpunkt. Als wichtigstes Ergebnis lässt sich herausstellen, dass die beiden Fälle trotz offensichtlicher Probleme in der Schule sehr unterschiedlich mit diesen umgehen, diese unterschiedlich interpretieren und nicht zwingend auch einen immensen Leidensdruck aufbauen. Die Fallstudien verweisen auf noch intensiver zu erforschende Zusammenhänge zwischen dem Erleben von Unnormalität und Anderssein, widersprüchlichem Erleben der Hochbegabung als Chance und als Problem und auf Vorstellungen über eine gute Unterrichtsgestaltung oder die systemischen Bedingungen von Schule. Als Fazit lässt sich für beide Fallstudien formulieren: „Die Schule ist ein Problem.“ - und zwar dann, wenn man sie als Hochbegabter mit einem Minimalprinzip durchläuft und sich damit immer auf der Grenze des Scheiterns bewegt.

16:00 - 16:50 Uhr

 

Das Geheimnis guter Geschichten: Die Heldenreise

Niels Kolditz | Rechercheur, Redaktionsassistent

Niels Kolditz stellt die „Reise des Helden“ vor - eine uralte, traditionelle Grundstruktur, die schon seit der Antike angewendet wird, um spannende und mitreißende Geschichten zu erzählen. Die Heldenreise ist ein Patenrezept, durch das man sich als Leser oder Zuschauer besonders stark mit dem Helden einer Geschichte identifiziert - und dann natürlich mit jedem seiner Schritte mitfiebert. Die Heldenreise findet man schon in antiken Epen wie Gilgamesh oder der Bibel – und heute vorzugsweise bei großen Kinospielfilmen und Romanen. Wer also wissen will, warum die Leute verrückt sind nach Geschichten wie z.B. die von „Harry Potter“, der ist in diesem Vortrag richtig.

17:00 - 17:50 Uhr